Glasfaser Verfügbarkeit

Vier Stellen wissen etwas darüber, ob an deiner Adresse Glasfaser liegt, und keine davon weiß alles. Hier steht, welche was kann.

Die vier Quellen

Diese Seite führt 9.120 Gemeinden mit dem Ausbaustand aus dem Breitbandatlas, den Anbietern und den Tarifen, die dort bestellbar sind. Dazu kommen die Ausbaumeldungen aus der Lokalpresse, für 1.359 Gemeinden. Was sie nicht kann: deine Hausnummer. Die Angaben gelten für die ganze Gemeinde.

Der Breitbandatlas des Bundes ist die Quelle hinter den Quoten. Er zeigt die Versorgung auf einer Karte, feiner aufgelöst als eine Gemeinde. Die Zahlen darin sind Angaben der Netzbetreiber, keine Messungen, und sie hinken dem Bau um Monate hinterher.

Der Verfügbarkeitscheck des Anbieters ist die einzige Stelle, die deine Adresse kennt. Er sagt dir, ob dort bestellt werden kann, und er sagt es verbindlich. Was er nicht sagt: was die anderen Anbieter können und ob demnächst gebaut wird.

Die Gemeinde weiß, was keine der anderen Quellen weiß: ob ein Förderantrag läuft, in welchem Verfahrensschritt er steckt und welcher Netzbetreiber den Zuschlag bekommen hat. Die Auskunft gibt das Bauamt oder der Breitbandbeauftragte, und sie ist oft überraschend auskunftsfreudig.

Was die Wörter bedeuten

Ausgebaut heißt: Die Faser liegt in der Straße und es gibt einen Hausanschluss. Nur bei diesem Wort kannst du sofort bestellen.

Vermarktet heißt: Der Netzbetreiber sammelt gerade Verträge, gebaut wird erst, wenn genug zusammenkommen. Das ist die Phase, in der der Hausanschluss nichts kostet, und sie hat eine Frist.

Geplant heißt wenig. Es kann bedeuten, dass nächstes Jahr der Bagger kommt, und es kann bedeuten, dass ein Vorvertrag mit der Gemeinde existiert und sonst nichts.

Gefördert heißt: Das Gebiet rechnet sich für keinen Betreiber allein, Bund und Land zahlen mit. Der Ausbau kommt dann ziemlich sicher, aber das Verfahren dauert Jahre.

Warum zwei Quellen sich widersprechen dürfen

Es kommt vor, dass der Atlas für deine Gemeinde null meldet und der Anbieter trotzdem einen Anschluss verkauft. Meistens liegt es an einem Neubaugebiet, das noch nicht gemeldet wurde, oder an einer Meldung, die erst im nächsten Turnus einfließt.

Der umgekehrte Fall ist häufiger: Der Atlas meldet eine hohe Quote, und an deiner Adresse geht nichts. Eine Quote gilt für die ganze Gemeinde. Wenn drei von vier Haushalten versorgt sind, ist jeder vierte es nicht, und zwischen zwei Straßen liegt manchmal ein Ausbaugebiet und manchmal dessen Grenze.

Verbindlich ist am Ende immer die Adressabfrage beim Anbieter. Alles davor ist Orientierung, und dafür ist sie gut: Sie sagt dir, ob sich das Nachfragen überhaupt lohnt.

Wenn es an deiner Adresse noch nichts gibt

Dann ist die Frage nicht, welcher Tarif, sondern wann überhaupt. Auf der Seite deiner Gemeinde stehen die Berichte, die von dort aufgelaufen sind, mit Datum und mit der Zeitung, aus der sie stammen. Das ist die ehrlichste verfügbare Antwort auf die Frage, ob sich etwas bewegt.

Und eine Vorvermarktung beginnt nicht von selbst, sondern weil genug Haushalte Interesse angemeldet haben. Bei vielen Netzbetreibern lässt sich das auf deren Seite eintragen, und die Gemeinde sammelt solche Meldungen ohnehin.

Sechs Stufen statt einer Ja-Nein-Antwort

Die Übersicht aller Gemeinden ordnet sie danach, ob sich dort gerade etwas tut. In 330 Gemeinden gab es in den letzten zwölf Monaten eine Meldung, in 1.251 meldet der Atlas keinen einzigen Glasfaseranschluss. Dazwischen liegen vier weitere Stufen, und in welcher deine Gemeinde steht, sagt mehr als ein Häkchen.